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27.06.2022

Esports Zukunftsthesen – Teil 1

Innerhalb weniger Jahre ist der Esport ins öffentliche Scheinwerferlicht gerückt inklusive Zuschauenden-Rekorde und einem Sponsoren-Ansturm auf Teams und Esports-Organisationen. Doch das Potenzial hat bei weitem noch nicht seinen Zenit erreicht. Vier Thesen beleuchten wir näher und schauen, wohin sich der digitale Wettkampf hin entwickelt.

Zukunftstrend: Esportlerinnen und nicht-binäre Esports-Treibende auf Top-Niveau 

Als fester und wichtiger Bestandteil der Esports-Community haben Frauen und nicht-binäre Personen bereits zentrale Rollen im professionellen Esport eingenommen – als Kommentatorinnen, Casterinnen, Team-Managerinnen und viele weitere Positionen im Esports-Ökosystem. Vor allem steigt die Zahl der Profi-Spielerinnen und nicht-binären Esports-Treibende, die wir in den kommenden Jahren in den internationalen Spitzen-Ligen performen sehen werden.

Mit Cloud9 und Gen.G gehen Esport-Organisationen bereits den ersten Schritt in diese Richtung und gaben im Oktober 2020 bekannt, für den Shooter Valorant rein weibliche Profi-Teams aufzubauen; Gen.G. verfügt seit 2019 zudem über ein rein weibliches Profi-Team für den beliebten Titel Fortnite. Dominique ‚SonicFox‘ McLean, fünf-malige Evolution Champions Series (kurz EVO) Gewinnende, hat hier ebenfalls den Weg geebnet für nicht-binäre Personen im Esports.

Doch auch in Deutschland gibt es bereits Entwicklungen durch die Initiativen wie die der esports player foundation. Diese Spitzenförderung für Esports-Treibende möchte, dass von ihnen perspektivisch 450 geförderten Profi-Spielenden mindestens ein Drittel Frauen sind. Zusätzlich hat sie, zusammen mit der Telekom, die Equal Esports Initiative ins Leben gerufen. Ihr Anliegen: „Die Lebensbereiche Esports und Gaming als festen Bestandteil der Alltagskultur aller Heranwachsenden zu unterstützen und zentrale Themen wie Diversity, Werte, Gesundheit und digitale Bildung für alle zugänglich zu machen.“

Zukunftstrend: Mobile Esports

Bei Esport denken viele als erstes an Games für Spielekonsolen oder PCs. Doch ein genauer Blick auf die Entwicklung der weltweiten Games-Märkte zeigt: Smartphone- und Tablet-Games haben bereits eine Spitzenposition erobert. Fernab Europas – insbesondere in Asien – ist der Abstand zwischen Spielekonsolen und PCs zu Tablets und Smartphones als Spiele-Plattform nochmals deutlich größer. Diese Top-Position überträgt sich immer mehr auch auf den Esport.

Spiele-Apps wie Arena of Valor oder Vainglory, die das im Esport besonders erfolgreiche MOBA-Genre auf mobile Endgeräte gebracht haben, zusätzlich zu PUBG Mobile oder Call of Duty Mobile, die Battle-Royale- und First-Person-Shooter-Ableger bekannter Marken sind, ziehen bereits jetzt ein großes Publikum an. Und Mobile-Esports-Turniere sind bereits durchaus hoch dotiert: So bietet das PUBG Mobile Global Championship insgesamt 2 Millionen US-Dollar Preisgeld. Laut Berechnungen der Marktanalysen von Niko Partner und Sensor Tower lag das Preisgeld von Mobile-Esport-Turnieren im Profi- und Amateurbereich 2019 allein in China insgesamt bei rund 30 Millionen US-Dollar. Was einer Steigerung von rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Auch wenn dieser Teilbereich des Esports im Vergleich zu den eher „klassischen“ Titeln in westlichen Märkten bisher noch vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist die Entwicklung eindeutig auf Wachstum ausgerichtet und ist daher einer der Trends der kommenden Jahre. In unserem zweiten Teil der Esports-Zukunftstrends gehen wir auf das Marktpotenzial und die lokalen und globalen Ausrichtungen näher ein.

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